Nochmal Thema Studi-VZ: Ich hatte per Email nachgefragt, welchen Punkten (es gibt sieben) der neuen Datenschutz-Erklärung (personalisierte Werbung) ich eigentlich widerspreche, wenn ich meine Häkchen aus den „Einstellungen zur Verwendung meiner Daten“ entferne. Und ich wollte wissen, ob ich aus dem Netzwerk rausfliege, wenn ich schriftlich Widerspruch einlege.
Hier die Antworten:
FRAGE 1
„1. Mir ist nicht ganz klar, was ich genau mit den Einstellungen unter http://www.studivz.net/optout.php bewirke. Anders ausgedrückt: Welchen der Punkte 1 mit 7 der neuen Datenschutzerklärung widerspreche ich genau, wenn ich die Häkchen aus den „Einstellungen zur Verwendung meiner Daten“ entferne? Oder noch anders ausgedrückt: Werden meine Daten auch weiterhin gespeichert, wenn ich die Häkchen entferne?“
Antwort
„Du kannst gegen Punkt 3,4,5 und 6 widersprechen. Deine Daten werden nach
Entfernung der Häkchen nicht verarbeitet.“
Anmerkung
Den Punkten 1, 2 und 7 kann man ergo nicht mit der Entfernung der Häkchen widersprechen.
„Nicht verarbeitet“ ist schön, heißt aber eben auch, dass die Daten auch weiterhin gespeichert werden, nur eben nicht individuell werbewirksam aufbereitet.
FRAGE 2
„Unter Punkt 7 der Datenschutz-Erklärung steht: „Ich nehme zur Kenntnis,
dass ich die Möglichkeit habe, der vorstehenden Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten jederzeit mit Wirkung für die Zukunft
ganz oder teilweise gegenüber studiVZ zu widersprechen.“
Wenn ich der „Verarbeitung personenbezogener Daten“ widerspreche, kann ich studiVZ dann auch weiterhin nutzen oder bedeutet das die Sperrung des
Accounts?“
Anwort
„Du kannst studiVZ weiterhin nutzen
Viele Grüße vom studiVZ-Team“
Anmerkung
Ich habe studiVZ jetzt nochmal eine E-Mail geschrieben mit der Frage, ob der schriftliche Widerspruch gegen die neue Datenschutz-Erklärung dann auch Punkt 7 beinhaltet (was beim Entfernen der Häkchen ja eben nicht der Fall ist). Die Antwort folgt.
[...] 15. Januar 2008 von Ariane Wie angekündigt, hier die Antwort von StudiVZ auf meine Rückfrage wegen der “Verarbeitung personenbezogener [...]
spannend und passt zum Thema
„Im Internet geben immer mehr Nutzer – zumeist freiwillig – ihre letzte Intimität preis. Dabei sind die privaten Daten des Einzelnen mittlerweile zu einer profitablen Währung im World Wide Web geworden. Zwar werden zahlreiche Online-Dienste als kostenlose Angebote beworben – gratis sind sie deshalb allerdings noch lange nicht.1
Längst sind die Internetnutzer mehr als nur Konsumenten; ihre privaten Daten selbst werden zur wichtigsten Ressource einer sich neu orientierenden Werbeindustrie. Über die weitergegebenen Informationen verlieren die Nutzer nicht nur vollständig die Kontrolle; vielmehr werden die Bürgerinnen und Bürger regelrecht ihrer Privatsphäre enteignet.“
http://blaetter.de/artikel.php?pr=2766