Der irische Dichter und Philosoph John O’Donohue ist tot. Einfach abends eingeschlafen und morgens nicht mehr aufgewacht. Im Frankreich-Urlaub, am 3. Januar. Mit 53.
Gestern Abend hat mir das meine Mutter gesagt. Und obwohl ich O’Donohue nur ein einziges Mal persönlich getroffen habe, schwirrt mir sein Bild seiter (auch im Traum) im Kopf herum. Und sein Lachen.
Es ist bestimmt acht Jahre her, dass ich es gehört habe.
I would love to
live
Like a river
flows,
Carried by the
surprise
Of its own
unfolding
Welch wundervolle Worte – was für ein großer Verlust.
Ihm zuzuhören, zu lauschen – ein unvergeßliches Erlebnis, für das ich heute sehr dankbar bin.
Rest in eternal peace
Gabriele
Ich kannte John in Tuebingen. Bevor er beruehmt geworden ist. Wir haben so viel zusammen gelacht, und ich hab ihm mit seinem Deutsch geholfen, und wir haben Whiskey getrunken, und den Film” Die Unertraegliche Leichtigkeit des Seins” von Kundera im Kino gesehen und so oft in der Mensa gegessen…
Ich haette ihn jetzt nach all den Jahren in Oregon wiedersehn sollen, letzten Oktober, doch dann bin ich krank geworden.
Er hat mir so eine liebe e-mail geschickt…
Ich bin so dankbar dass er mein Freund war…
Wenn es auch unfassbar ist, dass er so frueh schon gehen musste, dann helfen mir doch seine Worte in Anam Cara..
“The dead are very, very near.”
He is our friend…on the other side.
Christine
PS: bei Passado.de habe ich auch einen blog
( wenn dieser superlange link durchgeht)
http://de.passado.com/blog.aspx?member_id=3a94d0dc-01bc-4b0a-859b-e890f69651e1
Am 29./30. September 07 habe ich John das letzte Mal erlebt – während des Seminars “Echo der Seele”, das in Zürich stattgefunden hat. Ich kenne John seit 2004 und habe vorher niemanden erlebt, der eine vergleichbar positive Ausstrahlung, Wärme und Intelligenz besitzt … und ein unverwechselbaren Humor. Die Nachricht von seinem Tod hat mich sehr betroffen gemacht…ausgerechnet der Mensch, der andere dazu bewegt hat, endlich mit dem Leben anzufangen.
Ich werde Ihn bestimmt nie vergessen – er hat uns allen mit seinen Büchern ein großes Erbe hinterlassen.
Constantin