Kuhmagen zu Silvester - Mahlzeit…
Dienstag, 1. Januar 2008 von Ariane
Kulinarische Internationalität hat ja durchaus ihren Reiz. Besonders gereizt hat meine Freunde und mich, am Silvesterabend ein chinesisches Fondue auszuprobieren. Nicht in der Kneipe um die Ecke, versteht sich, sondern authentisch, authentischer, am authentischsten beim Chinesen.
Das Prinzip ist einfach: Man werfe diverse Gemüse-, Fisch- und Fleischsorten in einen mit siedender Brühe gefüllten Fonduetopf, warte, fische alles wieder heraus und esse. Erkannt habe ich: Chinakohl, Zucchini, Riesengarnelen, Schinkenwurst, Glasnudeln, Fisch. Hingewiesen hat man uns auf: Rind, Lamm. Irritiert war ich von einem beige-gelblichen Zeug, das mich von der Konsistenz her an Oktopus erinnerte.
Als ich schließlich den freundlichen Kellner fragte, was er uns denn da aufgetischt habe, sagte er mit Akzent: “Kumahjen.” Ich sagte: “Äh, bitte nochmal.” Er sagte: “Kumahjen.” Ich sagte: “Entschuldigung, ich hab’s immer noch nicht verstanden.” Und er: “Magen von Kuh.” “Ah, oh”, sagte ich, bemüht höflich. Und als er weg war: “Brrrr…”
Ich hab den Pansen dann probiert: Schmeckt nach nix, ist zäh wie Gummi. Ich hab mich dann doch lieber an die Garnelen gehalten…