Mein erster Blog, mein erster Blog!! Herrschaft, bin ich aufgeregt… Ab sofort bin ich ganz fürchterlich modern, postmodern, hypermodern. Wahnsinn… und das ausgerechnet von der Weltstadt Neubrandenburg aus…
Ach du Schreck: Mir kommt da gerade was: heißt es eigentlich „das“ Blog oder „der“ Blog?! Ich vermute mal, dass „der“ Blog falsch ist – zumindest aus Sicht meiner hiesigen Freunde… Ich gehöre nämlich auch zu jener Spezies von Bundesbügern, die beharrlich „das“ Cola bestellt. Zu blöd aber auch…
Mich versteht kein Mensch hier oben in Mecklenburg-Vorpommern, wenn ich mir „n Cola“ bestelle. Aber wer versteht schon Leute, die aus Bayern kommen, solche wie mich eben… I kimm nämlich vo Minga her – also, pardon, aus München eben. Und wenn ich mich im August von Land und Leuten hier oben wieder verabschiede, dann… ja, dann… dann werde ich in Bayern mal ganz investigativ sein und einen Tag lang Kellnerin spielen. Und wehe, mir kommt da so ein Tourist unter, der sich einE Cola bestellt. Da werde ich dann meine Hände in die Hüften stützen, den Kopf schief legen, den Mund leicht öffnen, die Stirn in Falten ziehen und ein hochintelligentes „häääää?“ äußern. Und wenn der Touri sich dann auch noch erdreisten sollte, nochmal einE Cola bestellen zu wollen, werd ich sagen: „Hamma ned!“. Was kann Rache doch süß sein
Jaaaa… was schreibt man noch so in seinen ersten Blog? Vielleicht interessiert es die Weltöffentlichkeit ja, dass ich mir am Dienstag vor zwei Wochen beim Badmintonspielen das rechte Knie gestaucht und die zugehörigen Bänder gedehnt habe… Anfang der Woche war Ruhe im Gelenk, aber heute Nacht… jetzt tut’s wieder fürchterlich weh. WEH! Noch so was: Wenn ich sage, dass ich Schädelweh habe, lachen meine Freunde hier oben. Reizend. Genau das ist doch die Reaktion, die man sich erwartet… Also habe ich mir angewöhnt von Kopfschmerzen zu sprechen. Das ist preußischer – und Preußen dem Mecklenburg-Vorpommer näher als Bayern, versteht sich.
Jaaaa, was noch? …Das ist aber auch aufregend, die Sache mit dem ersten Blog… Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass mein Zimmer unaufgeräumt ist, ich keine Milch mehr im Kühlschrank habe, meine Haare am Wochenende um vier Zentimeter kürzen lassen wollte, aber die Friseuse vier und zehn verwechselt hat, dass mein neues 15 Jahre altes Auto nun endlich fährt, mein Kfz-Mechaniker des Vertrauens einen jungen Hund hat, den ich am liebsten gleich in mein repariertes Auto gepackt hätte, meine Mitbewohnerin aber sagte, damit solle ich mal lieber warten, bis ich alleine wohnen würde, dass ich morgen nach Schwerin fahre, von dort aus nach Berlin und am Samstag nach Minga, pardon, München, fliege, und dass ich jetzt langsam los muss, zu meinem letzten Tag in der Sportredaktion.
Ja, na, dann, also: Tschüss, a wa: Servus!
P.S.: Ich hab nachgeschaut im Duden: Es heißt Blog, das, auch: der; -s, -s